Der kleine Bruder | 
vergrössern | Autor: Sven Regener Urheber: Sven Regener Verleger: Eichborn
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Bewertung: 45 Rezensionen Verkaufsrang: 112
Medium: Gebundene Ausgabe Ausgabe: 1 Seiten: 281 Versandgewicht: 0.9 Maße (innen): 8.6 x 5.1 x 1.1
ISBN: 382180744X EAN: 9783821807447 ASIN: 382180744X
Publikation: September 2008 Verfügbarkeit: Versandfertig in 1 - 2 Werktagen Zustand: Orginalverschweißt, ungeöffnet
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| Redaktionelle Rezensionen:
Aus der Amazon.de-Redaktion Irgendwann im Leben eines Mannes -- zumeist so kurz nach 40 -- denkt man an die Zeit zurück, in der man jung war. Dann kauft man sich Bücher, die einem ins Gedächtnis bringen, wie es damals war zu leben, welch klebrige Brause man trank oder welch schaurige Musik man gehört haben soll. Wenn man ein kreativer Mann ist, dann schreibt man gleich ein Buch über diese seine Jugend, das schon wegen der darin vorkommenden, inzwischen verschwundenen Produkt- und Musikgruppennamen bei den Gleichaltrigen gut ankommt. Florian Illies ist so ein Mann, oder Frank Goosen. Oder Sven Regener eben. Sven Regener ist der Komiker unter den Nostalgikern. Er hat Humor, den man aber vollends nur verstehen kann, wenn man bei der Bundeswehr war oder selbst in jener Zeit gelebt hat, in der seine Bücher spielen. Der Anfang von Der kleine Bruder ist ein gutes Beispiel dafür. Da fährt der Protagonist Frank Lehmann auf der Suche nach seinem großen Bruder Manfred, einem Künstler, von Bremen nach Westberlin, und ist krampfhaft darum bemüht, 100 Stundenkilometer nicht zu überschreiten. Dazu muss man wissen, dass damals in der DDR hinter jeder Autobahn-Hecke ein Polizei-Trabant gelauert hat, der nur darauf wartete, Wessis harte Devisen aus der Tasche zu ziehen. So jedenfalls glaubt man sich als Mensch über 40 zu erinnern. Wer so eine Fahrt schon einmal mitgemacht hat und die Situation versteht, kann über Regeners Beschreibung lauthals lachen. Andere können an vielen Stellen wohl nur schmunzeln. Zu lachen und zu schmunzeln gibt es viel in Der kleine Bruder. Denn Frank Lehmann trifft nicht auf seinen Bruder, wohl aber auch dessen durchgeknallte WG, auf Hausbesetzer, schräge Musiker -- und, natürlich, auf die Frauen. An Stelle des verschollenen Manfred, der in Berlin aus unerklärlichen Gründen Freddie heißt, wird Lehmann zu einer Krisensitzung abkommandiert. Und der Leser über 40 kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus, woher Sven Regener all seine skurrilen Einfälle hernimmt -- und warum er ihm damit die eigene Vergangenheit derart lebendig wieder vor Augen führt. -- Stefan Kellerer, Literaturanzeiger.de
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| Kundenrezensionen: Gelesen 40 mehr Rezensionen...
So kam Frank Lehmann nach Berlin November 16, 2008 Nina (Gudensberg, Hessen) Ich habe - wie viele meiner Vorredner auch - erst Herr Lehmann gelesen und dann den lang erwarteten "Kleinen Bruder" und ich war keineswegs enttäuscht. Nun weiß ich, wie Herr Lehmann Karl und all die anderen kennen lernte... Aber ich vermute fast, dass es da noch einen Teil geben wird zwischen "Der kleine Bruder" und "Herr Lehmann". Platz wäre noch und ich hoffe es auch, denn Sven Regener hat einen genialen Schreibstil. Empfehlenswert!
Ein Muss für alle Fans des sympathischen Großstadthelden. November 13, 2008 Silke Schröder, hallo-buch.de (Hannover) Das neue Buch von Sven Regener setzt genau dort an, wo Herr Lehmanns Abenteuer in Neue Vahr Süd aufgehört haben. Frank und Wolly sitzen im Auto nach West-Berlin. Die Mauer-Stadt in den 80ern, das war vor allem Kreuzberg mit seinen besetzten Häusern, durchgeknallten Künstlern und alternativen Schwabenhochburgen. Was folgt, ist ein Fest an Wortwitz und Situationskomik. Regener, der das Hörbuch selbst liest, versteht es brillant, sein Publikum zu fesseln. Die Themen sind alltäglich-banal und doch für seine Protagonisten lebenswichtig: Die coolste Kneipe, die nächste Party, wer wem Geld schuldet und wer gerade eine Macke hat. Der beste Band der Lehmann-Trilogie - selten wurde jugendliches Rumgeblubbere so charmant und mitreißend erzählt. Ein Muss für alle Fans des sympathischen Großstadthelden.
Der dritte Teil ist der Schwächste November 10, 2008 J. Graumann (Taunusstein) Irgendwann ist die Luft raus, Herr Lehmann. Nun es ist schon spannend, wie aus Frank Herr Lehmann wird und warum Manni vom Künstler zum Testpatient mutiert, und dann natürlich die ganz, liebe Hausbesetzerszene, ja hier muss man Sven Regner doch ein Kompliment verteiler, eine inszeniert Hausbesetzung, die dann doch durch wirklich Hausbesitzer schief geht, was tun mit den echten Hausbesitzer ? Und natürlich die immer wieder genialen Bierdosenwurfe, die stets ihr Ziel durch die Menge hindurch finden .... Warum denn dann nicht 5 Sterne, tja, weil alles so dahin fliesst, ist halt eine Fortsetzungsgeschichte..... Jetzt fehlt nur noch der 4.Band, wie Herr Lehmann die Kreuzberger Nächte tingelt und die Neue Deutsche Welle an ihm vorbeirauscht. Hoffentlich kommt dieser Band nicht zu schnell.....
Enttäuschend November 9, 2008 querverkehr 1 aus 1 fanden die folgende Rezension hilfreich
Hatten die beiden vorhergegangenen "Lehmänner" wahre Lesehöhepunkte, gibt es in diesem lediglich absurde, drehbuchartige Dialoge, die befürchten lassen, der Autor hat vor, den Lehmann erneut verfilmen zu lassen. Und wahrscheinlich wieder mit diesem unsäglichen Ulmen. Die Charaktere sind hinlänglich bekannt, viel Neues tut sich nicht. Schade, eigentlich. Hätte besser sein können
Müde November 8, 2008 MTH 1 aus 1 fanden die folgende Rezension hilfreich
Man könnte meinen Sven Regener wäre zu dem Buch genötigt worden. Ok, er hatte es lange vorangekündigt, dass da noch was kommen würde - aber sowas? Dann hätte er es lieber bleiben lassen sollen. Über den Inhalt wurde ja schon viel geschrieben und ich kann mich nur anschließen: Keine Charaktere - die mitspielenden Personen wirken wie Statisten - keine Vergleich zu NVS. Keine Freude, kein Leid, einfach keine Emotion - es gibt Physikbücher, die Lustiger sind. Die Dialoge sind so platt, ermüdend wiederholend und inhaltlich vergleichbar mit einem Besuch in einer schlechten Raucherkneipe, bei dem man sich einfach mal die Ohren spitzt und sich das Gesülze der Armen Schlucker an den Nachbartischen anhört (man könnte meinen, so sei das Manuskript entstanden). Der einzige Grund, weshalb ich es bis zum Schluss durchgehalten hatte, war, weil ich einfach wissen wollte was jetzt wie mit seinem Bruder ist - für alle die auch nur das wissen wollen: Er ist in einem Hotel in Berlin und macht bei medizinischen Versuchen mit um ein wenig Geld zu verdienen. Für alle, die noch nichts von Lehmann wissen: Nehmt Euch Herr Lehmann und Neue Vahr Süd und ignoriert einfach den Zwischenteil - es werde eh nur die ersten Berlinwochen erzählt und nicht die ganze Zwischenzeit. Für alle Regenersüchtigen: Setzt Euch in eine Buchhandlung, am Besten so eine mit Cafetheke, lest die ersten Seiten und entscheidet Euch dann, ob ihr Euch das wirklich weiter antuen wollt. Kurzum - wirklich enttäuschend!
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