Brave New World | 
vergrössern | Autor: Aldous Huxley Urheber: Aldous Huxley Verleger: Vintage, London
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Bewertung: 8 Rezensionen Verkaufsrang: 301
Medium: Taschenbuch Ausgabe: New Ed Seiten: 229 Versandgewicht: 0.3 Maße (innen): 6.9 x 4.1 x 0.8
ISBN: 0099477467 EAN: 9780099477464 ASIN: 0099477467
Publikation: September 2004 Verfügbarkeit: Gewöhnlich versandfertig bei Amazon in 24 Stunden
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Ein Klassiker - aber nicht leicht zu lesen August 4, 2008 Thunder Fist Ich stiess auf Brave New World unter anderem deswegen, weil mich George Orwells 1984 so beeindruckte und ich mich deshalb auf die Suche nach weiteren Büchern mit einer ähnlichen Ausgangslage (eine negative Vision der Zukunft) machte. Brave New World wird oft neben 1984 als grosser dystopischer Klassiker genannt. Dies sicherlich nicht zu unrecht. Huxley beschreibt seine Dystopie sehr ausführlich und erklärt alle wichtigen Details. Der Leser erhält ausführliche Kentnisse über den Aufbau des Systems in Brave New World. Die in Brave New World aufgezeichnete Welt scheint einem sogar noch schlimmer zu sein als der Überwachungsstaat in 1984, da die Unterdrückung schon freiwillig von statten geht. Die sozusagen "ideologische" Seite des Romans ist also meiner Meinung nach makellos. Dafür musste Huxley bezüglich Spannung Abstriche machen, gerade auch mit 1984 verglichen. Die Geschichte des Bernhard Marx ist nicht wirklich spannend und verläuft mehr oder weniger absehbar. Die Handlung hat für Huxley klar weniger Priorität als ein detaillierter Gesellschaftsbeschreib. Darunter leidet (wenn auch nicht allzu fest) der Leser , deshalb erhält Brave New World von mir auch "nur" 4 von 5 Sternen.
Review on Brave New World by Aldous Huxley Januar 25, 2008 Joachim Godglück (Hildesheim, Niedersachsen) I was quite curious before I started to read Brave New World by Aldous Huxley about two weeks ago. I already knew 1984 by George Orwell and the idea of a gloomy future for humanity fascinated me a lot. My parents advised me to have a look at Brave New World, because of its similar basic concept. In addition my English teacher told me that it was easy to read. For me, as a second language learner it was not always that easy, especially in the beginning. I had to look up many words, which I found was a bit demotivating, but after a while reading became faster and more fun. The reader gets to know very different characters. Some of them live in the World State, which has the motto Community, Identity, Stability. Here the people are completely controlled and there is nearly no individuality. Moreover there are no real feelings. Sadness does not exist, but everyone is always happy, due to the drug soma, that the whole population has to take. Later in the novel the reader meets other characters, who do not live in the World State. Their home is a so-called Savage reservation. Here people have more freedom, however this does not guarantee them a better life. In the strory the characters from these different worlds clash. For me, this clash was the most interesting part of the story. Furthermore there is a biography about Aldous Huxley and a text about the work Brave New World with comments by the author in this edition. This helps a lot to understand the intentions of Aldous Huxley. I can highly recommend the book to everyone who is interested in dystopian literature or simply in exciting, suspensful novels.
Interessanter Inhalt, aber zu langatmig Juni 4, 2007 Andrea Clausen (Ellingstedt) 6 aus 9 fanden die folgende Rezension hilfreich
Aldous Huxleys Roman handelt von einer distopischen (für die Bewohner utopischen) Welt, in der die Menschen wie Roboter konstruiert und progammiert werden, um die Ordnung der Welt nach dem dritten Weltkrieg nicht wieder untergehen zu lassen. Das Thema ist höchst brisant und interessant, da die Wissenschaft in dem Bereich der Stammzellenforschung, Gentechnik, etc. immer weiter voranschreitet. Die Frage nach der Möglichkeit des Designen und der Progammierung von Menschen könnte also bald beantwortet werden. Ob es wie in diesem Roman ausarten wird, ist fraglich, doch ist diese Fiktion eine deutliche Warnung, nicht zu sehr mit der menschlichen Biologie, Würde und Indívidualität herumzuspielen. Leider ist das Thema in den meisten Bereichen schlecht umgesetzt. So hat es z.B. sehr viele Längen, überflüssige Szenen und zu viel Fachsprache. Gut hingegen finde ich die Idee mit der Namensgebung. Huxley hat seinen Protagonisten in Anlehnung an berühmte Persönlichkeiten wie Mussolini, H.G. Wells oder Atatürk Namen gegeben, die zu ihren Charaktereigenschaften passen. Trotz der vielen negativen Aspekte gehört dieser Roman zu den Büchern, die man mal gelesen haben sollte. Aber auf Deutsch ist die Geschichte bestimmt verständlicher.
Mal aus der Sicht einer gequälten Schülerin... April 16, 2007 rumpelstielzchen87 12 aus 35 fanden die folgende Rezension hilfreich
Letzten Herbst hatte mein Englisch-LK die Wahl zwischen Pest und Cholera: "Brave New World" oder "The Handmaid's Tale" - Danke, Zentralabitur. Wir entschieden uns für den Roman von Aldous Huxley. Die Namen der Protagonisten, die Huxley ausgewählt hat, sind großartig: Lenina, John, (Henry) Foster...einfach klasse. Mir als Shakespeare-Fan gefiel auch Johns Leidenschaft, immer und überall aus dessen Werken zu zitieren. Auch die der Inhalt ist sehr spannend und - wenn man bedenkt, dass Huxley diesen Roman bereits in den 30er Jahren geschrieben hat - erschreckend aktuell, aber meiner Meinung nach - und etwa 95% meiner Mitschüler teilten diese Meinung -, ist das Buch an sich wirklich langatmig. Huxley hat m.E. zu wenig aus diesem doch sehr interessanten Stoff rausgeholt. Das Ende finde ich durchaus passend: es ist nicht abrupt und passt sehr gut in den Gesamtzusammenhang und auch zu Johns Charakterentwicklung. Fazit: Ein Meilenstein der Weltliteratur, den man lesen sollte - wenn man gerade nichts besseres zu tun hat.
Ein dystopischer und prophetischer Klassiker Dezember 22, 2006 A. Wolf (Wiesbaden) 28 aus 29 fanden die folgende Rezension hilfreich
Wie kam eigentlich Aldous Huxley dazu, seinen Roman "Brave New World" zu nennen? - das ist so eine Preisfrage für Literaturwissenschaftler. Die Antwort darauf findet sich im vermutlich letzten Drama Shakespeares, "The Tempest" (dt. "Der Sturm"). Da ist es Miranda, die Tochter Prosperos, die - nach Erlebnissen von Intrigen und einem gerade noch vereitelten Mord - zu der scheinbaren Happy-End-Stimmung des Stücks folgende Verse ausspricht: "O brave new world, that has such people in't!" Freilich ist das im Kontext des Dramas ziemlich zynisch und ähnlich zynisch sieht auch Aldous Huxley seine Welt. Die Handlung spielt in einer fernen, aber bezifferbaren Zukunft, dem Jahre A.F. 632, also 632 Jahre nach der Geburt des Automobilmagnaten Henry Ford. Dem Leser offenbart sich eine perfekt organisierte Wohlstandsgesellschaft, voller biologisch und psychologisch konditionierter Arbeitsdrohnen. Wohlstand ist in dieser Welt - Marx lässt grüßen - tatsächlich für alle da, hingegen scheinen alle Krankheiten der Menschheit überwunden und ausgerottet. Der Preis für das synthetische Glück in Form der Droge Soma ist die Aufgabe von Individualität, Religion, Phantasie und Kunst. Auch um die Liebe sieht es düster aus, denn Promiskuität ist Teil des Alltagslebens in dieser schönen neuen Welt. Eine der Figuren, Bernhard Marx, passt in dieses Gefüge nicht so recht hinein. Er gehört aufgrund seiner Intelligenz zwar der Alpha-Plus-Kaste an, aber sein äußeres Erscheinungsbild stigmatisiert ihn zum Außenseiter. Außerdem mag sich sein Gemüt nicht mit dem oberflächlichen Sexleben zufrieden geben, wie es auch keine Satisfaktion in der Droge Soma findet. Im Gegensatz dazu steht Lenina Crowne, die pneumatische, also attraktive, perfekt konditionierte Frau. Gemeinsam besuchen sie ein Indianerreservat, wo sie auf John treffen, einem "noble Savage", der äußerlich zwar barbarisch erscheint, doch über ein hohes Maß an Bildung verfügt. Denn die zum verbotenen Kanon gehörenden Werke Shakespeares kennt John in- und auswendig; das Wertesystem hat er verinnerlicht. John verliebt sich in Lenina - und lernt die schöne neue Welt nun wirklich kennen. Die Oberflächenstruktur des Romans ist relativ gut durchschaubar, was ihn für Sekundarstufenlektüre prädestiniert. Was den Roman wesentlich interessanter macht, sind die im Verborgenen liegenden Denkanstöße, angefangen bei den kleinen Wortspielen um sprechende Namen bis hin zu den wirklich großen Themen um Ethik und Wissenschaft. Aldous Leonard Huxley entstammt der berühmten britischen Huxley-Familie, Thomas Henry Huxley war sein Großvater. Huxleys Werk steht in der Tradition der Romane H.G. Wells', also meist dystopische Zukunftsromane, die Fragen um Ethik, Technik, Fortschritt und menschliche Werte ausloten. Dass Huxley hier ein dramatisch überzeugendes, prophetisches und in mancher Hinsicht durchaus aktuelles Werk gelungen ist, darf als unbestrittene Tatsache angesehen werden. Und gerade das macht den Roman so faszinierend.
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