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INFOMATIQUE

Battle for the Abyss: My Brother, My Enemy (Warhammer 40,000 Novels: Horus Heresy)

Battle for the Abyss: My Brother, My Enemy (Warhammer 40,000 Novels: Horus Heresy)

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Autor: Ben Counter
Urheber: Ben Counter
Verleger: Black Lib

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Neu (2) Gebraucht (5) ab EUR 1,92

Bewertung: 3.5 von 5 Sternen 3 Rezensionen
Verkaufsrang: 216

Medium: Taschenbuch
Seiten: 416
Versandgewicht: 0.4
Maße (innen): 6.7 x 4.1 x 1.4

ISBN: 1844165493
Dewey Dezimalzahl: 823.92
EAN: 9781844165490
ASIN: 1844165493

Publikation: September 2008
Verfügbarkeit: Gewöhnlich versandfertig bei Amazon in 24 Stunden

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Kundenrezensionen:

3 von 5 Sternen Mehr als Mittelmaß war dieses Mal nicht drin.   September 12, 2008
C. Wagner (AW)
2 aus 4 fanden die folgende Rezension hilfreich

Battle for the Abyss ist eine ziemlich zwiespältige Angelegenheit. Auf der einen Seite haben wir ein Buch, was, dank Ben Counter, endlich in der Lage ist, die bislang ziemlich stiefbrüderlich behandelten Raumschlachten in ihrer ganzen Pracht und Dramatik darzustellen und in dem wir so deutlich wie bislang noch in keinem Roman der HH-Serie die Gefahren (und Verführungen) des Warp zu spüren bekommen auf der anderen Seite steht jedoch der Eindruck, dass die ganze Geschichte nicht mehr ist, als ein Lückenbüßer ein Eindruck, den man schon bei dem ebenfalls unterdurchschnittlichen Descent of the Angels bekommen hatte.

Statt sich mit der größten Schlacht der Ultramarines und Word Bearers auf Calth auseinanderzusetzen und dabei auch einen Blick auf die Primarchen, zu werfen, wird eine hanebüchene Geschichte aus dem Finger gezogen, die ohne jede (Warhammer)historische Grundlage ist und ohne bekannte Charakter (einmalig auch: ohne Primarchen!) auskommen muss: eine bunt zusammen gewürfelte Truppe aus Marines diverser Orden, die wie eine Sci-Fi-Version einer DSA-Party wirken (Magier = Thousand Sons, Krieger = Ultramarines, Thorwaler = Space Wolves, etc.) und sich mehr oder weniger zufällig auf einer winzigen Raumstation getroffen haben, versucht, mit ein paar Schiffen ein geheimes Riesenraumschiff der Word Bearers aufzuhalten, das vorhat, einen tödlichen Schlag auf die Streitkräfte der Ultramarines zu unternehmen, um die Legion danach mit einem Schwertstreich völlig vernichten zu können. Soweit so gut oder eben auch nicht.

Genau in der Fixierung auf die Raumschiffe und Raumstationen liegt ein Knackpunkt (neben der uninspirierten Geschichte an sich): es mangelt an Schauplätzen. Spätestens nach der Hälfte des Romans hat man die zahllosen Gänge, Hallen und Kammern satt, in denen sich sowohl Protagonisten, als auch die Antagonisten tummeln. Selbst wenn diese Räume so detailliert eindrucks- und stimmungsvoll beschrieben werden, wie auf dem Schiff der Word Bearers, macht sich irgendwann Langeweile breit. Außerhalb der Schiffe und Stützpunkte das immer gleiche Bild: Schwarzer Weltraum und Warp-Dämonen. Auch diese büßen über die knapp 400 Seiten einiges an Schrecken und Angst ein, weil sie nicht nur ein- oder zweimal über die loyalen Truppen herfallen und in ihr Schiff eindringen und sich auch hier starke Abnutzungserscheinungen zeigen.

Werfen wir mal einen Blick auf die Hauptdarsteller: Zwar verfügt der Roman über eine Reihe interessanter Charaktere, doch werden diese der Reihe nach geopfert und verheizt, bis am Ende eine immense Reihe von toten Darstellern zu verzeichnen ist. Positiv hervorzuheben sind hier auf loyaler Seite der World Eater Skraal, als auch der Thousand Sons Mhotep, die beide von Counter nicht nur mit den typischen Klischee-Zügen ihrer Orden bedacht wurden, sondern sich auch beide erfolgreich gegen sämtliche Versuchungen stellen, die der Warp zu bieten hat, und zeigen, dass auch in ihren Orden, die sich ja später dem Chaos zuwandten, Marines waren, die Werte wie Ehre, Treue, Kameradschaft und Ehrlichkeit aufrechterhielten. Auf Seite des Chaos sticht hier als positives Beispiel ganz eindeutig Zadkiel hervor, der nicht nur mit dem für seine Legion typischen Fanatismus agiert, sondern auch die (eigenen) Toten ehrt, für den Gegner teilweise Respekt übrig hat und seine Truppen mit harter Hand und kühlem Kopf gleichzeitig führt.

Denen gegenüber steht jedoch der eigentliche Hauptdarsteller Cestus von den Ultramarines, der so gar nicht in das heldenhafte Bild passen will, was man von seinem Orden hat. Im Gegensatz zu Garviel Loken, Saul Tarvitz oder Nathaniel Garro, die in den vergangenen Romanen die Hauptrollen besetzt hielten, fällt Cestus deutlich ab. Ich kann nicht genau sagen, woran es liegt, aber bei mir fehlt einfach irgendwas, um ihn richtig ins Herz zu schließen was mir bei Skraal und Mhotep sofort gelang.

Im Endeffekt bleibt ein Roman, der nett zu lesen ist, einige gute Ansätze besitzt, mit einigen interessanten Charakteren aufwarten kann, die es verdient haben, dass man ihre Geschichte erfährt, aber der über die volle Distanz zu gestreckt und langatmig ist, zu wenig abwechslungsreich und nicht nur deswegen über den Status des Lückenbüßers bis zur (hoffentlich besseren) Fortführung der HH-Reihe, dem Roman Mechanicus, nicht hinaus kommt. Aus der Geschichte hätte man (wenn man sich auf die bisherigen Fakten konzentriert und diese aufgearbeitet hätte) wesentlich mehr rausholen können.



3 von 5 Sternen Das bislang schlechteste Buch der Horus Heresy Reihe.   August 25, 2008
Tino Helmig (Zwickau)
2 aus 3 fanden die folgende Rezension hilfreich

So unterschiedlich können Meinungen sein. Ich fand das Buch enttäuschend. Irgendwie kam es mir so vor als hätte der Autor nicht genug Zutaten gehabt um ein wirklich gutes Buch zu zaubern. Das Counter dies jedoch vermag, hat er mit einigen anderen Titeln bereits bewiesen (insbesondere "Chapter War"/Ordenskrieg hat mich positiv überrascht). Es fehlen einfach Storywendungen, Überraschungen und ganz allgemein Spannung. Die Geschichte läuft einfach ziemlich lahm dahin und auch das Ende ist sehr vorhersehbar. Fakt ist das man auf große Überraschungen bzw. Offenbarungen, wie sie bis jetzt in jedem Buch der Reihe das i-Tüpfelchen waren, vergeblich wartet.

Für Fans der Horus Heresy Reihe ist natürlich auch dieses Buch "Pflicht", ich hoffe trotzdem das man sich wieder auf besseres Material besinnt und nicht krampfhaft versucht die Horus Heresy mit solchen Lückenfüller-Geschichten zu strecken. Zumal man aus dem Grundgerüst der Geschichte etwas hätte machen können...aber ein ganzes Buch mit einer vorhersehbaren Weltraum-Verfolgungsjagd nach dem Schema "David gegen Goliath" zu füllen. Nein danke.



5 von 5 Sternen Weltraumschlachten und Dämonen - eine gute Mischung   August 2, 2008
Volker P.
3 aus 4 fanden die folgende Rezension hilfreich

Der Verrat wird nun immer offensichtlicher. Beinahe alle Verräterlegionen haben ihren Platz an Horus Seite gefunden. Offene Feindseligkeiten fanden jedoch in den Büchern der Horus-Heresy-Reihe bisher nur selten statt (Ausnahme: Beginn des imperialen Bürgerkriegs in Ben Counter's Galaxy in Flames" mit der Schlacht um Istvaan III & Graham McNeill's Fulgrim" mit der Schlacht um Istvaan V). Nun sollen also auch die Ultramarines ins Spiel gebracht werden. Um seinen Angriff auf Calth und die dort versammelten Ultramarines zu unterstützen entsendet Lorgar, Primarch der Word Bearers, eine speziell für diesen Zweck angefertigtes Überkampfraumschiff, welches alleine in wenigen Momenten ganze Feindflotten auszulöschen vermag. Es soll die Heimatwelt der Ultramarines angreifen und zerstören, um zu erreichen, dass selbige ihre Kräfte teilen, so dass die einen im Orbit von Ultramar durch dieses Monstrum von Raumschiff vernichtet und die anderen problemlos von den anlandenden Word Bearers auf der Oberfläche von Calth abgeschlachtet werden können. Eine kleine Streitmacht aus Marines verschiedener Legionen unter dem Kommando von Ultramarine Cestus macht sich auf diesen Plan zu vereiteln und das Weltenvernichterraumschiff aufzuhalten.
Dieses Buch ist temporeich geschrieben. Langeweile kommt nie auf. Es gibt interessante Wendungen innerhalb der Geschichte und zwischen den Personen. Es handelt von den unterschiedlichen Lebensweisen der Legionen, die oftmals im Konflikt selbst unter Verbündeten enden. Da haben wir den kühlen Taktiker der Ultramarines, der dem ungezügelten Berserker der World Eaters gegenübersteht. Da haben wir den Space Wolf, der sehr gerne den Thousand Son wegen seiner verbotenen Hexerei durch die Luftschleuse stoßen würde, obwohl der Thousand Son vermeintlich der einzige Mann an Bord ist, der sich mit den Gefahren des Warp auskennt. Genau diese Gefahren sind es, die im Buch endlich auch mal häufiger, nicht nur als bedrohlicher Schatten auftreten. Der Warp ist auf Seiten der Word Bearers und unterstützt diese, wo er nur kann. Dämonen und Besessene fallen über die bisher noch unwissenden Space Marines und die Raumschiffbesatzungen her. Da der Imperator jedes Wissen über deren Bekämpfung zurückgehalten hat, scheinen die Auseinadersetzungen mit den Warpbestien aussichtslos. Ebenfalls interessant sind die verschiedenen, von den Word Bearers eingesetzten Warpwaffen und deren Funktionsweise.
Aber man sollte das Buch nicht wie einen üblichen Space-Marine-Roman sehen. Cestus ist schließlich ein Space-Marine-Flottencaptain, der einen imperialen Schlachtkreuzer übernimmt und die Verfolgung beginnt. Das Buch beinhaltet dementsprechend große Anteile, die sich mit der Raumfahrt und eben auch Raumschlachten und Enteraktionen befassen.

Was mir generell an beinahe allen Horus-Heresy-Büchern gefällt und auch hier deutlich wird, ist die unterschiedliche Stimmung im Vergleich zum Zeitalter, in dem normalerweise die Roman spielen. Es herrscht tatsächlich so eine Art Aufbruchstimmung, die die ganze Menschheit zu umfassen scheint. Jeder, ob normaler Mensch oder Astartes, möchte den Großen Kreuzzug vorantreiben. Es gibt noch technologischen Fortschritt, und es herrscht größere Einigkeit unter den Menschen. Mit letzterem Punkt meine ich z.B., dass die Astartes-Krieger keine legendären Gestalten sind. Sie sind viel mehr als in späteren Zeitaltern in die Gesellschaft integriert. Sie leben nicht abgeschottet unter sich. Jeder kennt sie, jeder weiß wozu sie fähig sind, sie sind ein alltäglicher Anblick für die "Normalos". Ihre Stellung wird auch schnell offensichtlich: Ihr Wort ist Gesetz. Sie müssen sich noch nicht mit anderen Institutionen um Kompetenzen und Zuständigkeiten streiten.

Einzige Kritik ist, dass zumindest eine Figur verheizt wird. Skraal von den World Eaters wird ab einem Zeitpunkt überhaupt nicht mehr erwähnt, obwohl er eigentlich eine Schlüsselstellung innehaben sollte, bloß um am Ende des Buches nochmal auf recht fantasielose und altbekannte Weise zurück in die Handlung gebracht zu werden.
Das aber nur am Rande. Ich habe das Buch an zwei Abenden gelesen. Es hat mir gefallen. 5 Sterne.

EDIT: Im Nachhinein bin ich noch zu der Meinung gelang, dass hier dringend noch gesagt werden muss, dass in diesem Buch nicht eine der großen Schlachten, eines der großen Ereignisse der Horus Häresie behandelt wird. Insgesamt scheint die ganze Buchreihe mittlerweile daran zu kranken, dass Black Library sie auf dutzende Romane dehnen will und somit immer mehr Nebenschauplätze eröffnet, Nebengeschichten erfindet. Wer also hier eine packende Schilderung der Schlüsselereignisse imperialer Geschichte erwartet, wird mit Sicherheit enttäuscht. Das Buch und seine Geschichte an sich werden aber dadurch nicht schlechter. Dies als Hinweis.


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