Equilibrium | 
vergrössern | Regie: Kurt Wimmer Schauspieler: Christian Bale, Emily Watson, Taye Diggs Studio: Highlight
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Bewertung: 215 Rezensionen Verkaufsrang: 8638
Format: Dolby, Pal, Surround Sound Sprache: Deutsch (Original Language) Bewertung: Freigegeben ab 16 Jahren Medium: Videokassette Seitenverhältnis: 4:3 Laufzeit: 102 Minuten Versandgewicht: 0.4 Maße (innen): 7.3 x 4.2 x 1.1
EAN: 4011976817710 ASIN: B0000AI0HY
Freigabe-Datum: 2002 Veröffentlichung: September 4, 2003 Verfügbarkeit: Versandfertig in 1 - 2 Werktagen Zustand: Verkauf aus Verleih - Original Vermietkassette - Aufkleber auf Hülle und Kassette - Versandfertig innerhalb von 24 Stunden
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| Redaktionelle Rezensionen:
Aus der Amazon.de-Redaktion Equilibrium, ein aufwändiger Science-Fiction-Thriller im klassischen Gewand, erinnert auf gelungene Art und Weise an moralistische Fabeln wie Fahrenheit 451. Im Rahmen der Geschichte befindet sich die Menschheit nach dem Dritten Weltkrieg in einem Zustand schwerer emotionaler Unterdrückung: Wenn niemand etwas empfindet, wird auch keiner von düsteren Leidenschaften beeinflusst, die ihn dazu treiben, seinen Nachbarn anzugreifen. Regisseur und Autor Kurt Wimmers monochromatisches, von Metropolis inspiriertes Stadtbild bietet einen idealen Hintergrund für die diffizilen Einsätze von John Preston (Christian Bale), einem ausgezeichneten Polizisten, der "Gefühlsverbrecher" einbuchtet und sentimentale, sinnliche und künstlerische Relikte einer vergangenen Ära ausmerzt. Wie vorherzusehen entwickelt Preston eine Faszination gegenüber seinen Opfern und jenen Dingen, für deren Anbetung sie zu sterben bereit sind. Er unterlässt die Einnahme seiner obligatorischen, den Verstand abstumpfenden Droge und fühlt sich zudem auch noch zu einer verurteilten Gefängnisinsassin (Emily Watson) hingezogen. Wimmers verdrehte Szenen voller Martial Arts und Shootouts wirken geradezu albern (wobei ein Kampf um einen Hundewelpen nicht gerade hilfreich ist), aber Equilibrium sollte man sich allein schon wegen Bales bewegender Darstellung eines Mannes anschauen, der sich plötzlich wieder menschlichen Gefühlen gegenüber sieht. --Tom Keogh
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| Kundenrezensionen: Gelesen 210 mehr Rezensionen...
Eine Welt ohne Gefühle............ November 17, 2008 Wavescapenet (Darmstadt) 3 aus 3 fanden die folgende Rezension hilfreich
Irgendwann im 21. Jahrhundert hat ein Teil der Menschheit den dritten Weltkrieg überlebt. Machtbesessene selbst ernannte Führer unter Leitung eines sich als Vater (Sean Pertwee) bezeichnenden Mannes machen sie glauben, Emotionen seien für die brutalen Schlachten der Vergangenheit verantwortlich. Nur wer fühle, sei zu Hass und Skrupellosigkeit fähig. Ergo: Wer keine Gefühle mehr habe, sei nicht mehr in der Lage Krieg zu führen. Eine Art Droge, mit einer Spritze in den Hals verabreicht, ist Pflicht für jeden Erdenbürger, um seine Emotionen auf den Nullpunkt zu bringen. Aber Vater weiß natürlich auch, dass die Tugend der Gefühllosigkeit gegen die Schwäche des Fleisches geschützt werden muss. Eine ganze Armee schwarz gekleideter Polizei-Soldaten unter Führung der so genannten Kleriker wacht über die Einhaltung dieser Tugend. Sie sind in der Kampfsportart Gun-Kata ausgebildet, bei der der Kämpfer durch äußerst geschickte und flinke Bewegungen seinen schießwütigen Angreifern bzw. deren Kugeln entkommen muss, während er sie gleichzeitig mit Spezialwaffen zur Strecke bringt. Die Verfolgten, die bewusst die Verabreichung der Droge mit Namen Prozium verweigern, heißen bei den Mächtigen Sinnestäter und werden gnadenlos verfolgt. Festnahmen sind auf Befehl Vaters seit einiger Zeit nicht mehr erwünscht; die Sinnestäter werden sofort liquidiert oder, sofern sie den Angriff der Kleriker überleben, in eigens eingerichteten Öfen bei lebendigem Leibe verbrannt..... Kurt Wimmer und Dion Beebe hinter der Kamera konstruierten eine erschreckend kalte, von den Ruinen des Weltkrieges, aber vor allem der eisigen und düsteren Atmosphäre einer Diktatur geprägte Welt, in der gnadenlos Konformität und die Aufgabe von Subjektivität eingefordert und das alles als Fortschritt verkauft wird. Vater erscheint den Schutzbefohlenen nur über die Riesenleinwände, die in der ganzen Stadt zu sehen sind, und im Fernsehen. Seine Weisheiten prasseln tagein tagaus hernieder wie Gottes Gebote. Nur in den versteckten Nischen der Rebellen zeigt sich die Welt der Emotion, der Zuneigung, der Lust, der Leidenschaft. Wie verlorene Inseln sind die Räume, in denen ein altes Grammophon, Porzellanfiguren, abgenutzte Sessel, Bilder usw. vor dem Zugriff der Kleriker verborgen sind, ständig in Gefahr, auf dem Altar der Diktatur verbrannt zu werden. Die Mona Lisa gehört zu den Opfern der Krieger, jedes Buch, sogar Spiegel sind verboten. Wimmer zeigt, wie diese Nischen und die Menschen, die sie eingerichtet haben, immer wieder der eiskalten Umwelt trotzen. Mit relativ einfachen Mitteln zeigt er, verpackt zwischen den mit erheblichem Aufwand überzeugend und spannend inszenierten Kampfszenen, die Auseinandersetzung zwischen der Vater-Ideologie und der Philosophie der Sinnenlust der Rebellen. Christian Bale überzeugt in der Rolle des sich vom Saulus zum Paulus wandelnden Preston, der sich zunächst gegen das Zulassen von Gefühlen wehrt, dann aber entdeckt, was ihm bislang verloren gegangen ist. Angus MacFadyen als Gegenspieler Prestons spielt den skrupellosen Machtbesessenen, der sich hinter der Fassade der Tugend versteckt. Taye Diggs spielt einen anderen Typ des Skrupellosen, einen Karrieristen, der jedoch nicht mit der Gewalt der Gefühle kalkulieren kann. Emily Watson, die etwas zu kurz kommt (jedenfalls hätte ich mir mehr von ihr gewünscht), überzeugt als kompromisslose Sinnestäterin. Der Film hat eine mitreißende und interessante Geschichte mit einigen Wendungen. Tetragrammaton wird negativ und monoton, verdeutlicht durch einheitliches Auftreten in grauer Kleidung, dargestellt. Hingegen die Menschen im Untergrund als farbenfroh gekleidete Individualisten auftreten. Es werden viele Parallelen zwischen der Tetragrammaton Abteilung bzw. der übergeordneten Institution und der Kirche im Mittelalter gezogen, sie wird allerdings in dem Licht betrachtet, wie wir heutzutage auf die damaligen Geschehnisse blicken. Die Parallelen sind besonders deutlich in der Reinigung von den Aufständischen durch Verbrennung, der Betitelung der Tetragrammaton-Angestellten als Kleriker und besonders der "Herr" als oberster Herrscher. Außerdem werden durch das totalitäre System und Anspielungen in Flaggen und Bauten auf das Nazi-Regime mit eingebracht. Die offensichtliche Botschaft des Filmes, dass der Mensch ohne Gefühle kein Mensch mehr ist bzw. durch die künstliche Unterdrückung das Böse nicht vollständig eingestampft werden kann, kommt problemlos beim Zuschauer an. Die unterschwellige Kritik an der Kirche und totalitären Systemen wird ebenfalls als Instrument zur Gut-Böse-Unterscheidung benutzt. Der Film gefällt mir im Grunde ganz gut, er ist unterhaltsam und bietet viele Möglichkeiten zur Interpretation.Alles in allem ein Film, den man sich unbedingt anssehen muß, wenn einen Action, eine hintergründige Geschichte und Botschaft interessieren.
Kleriker September 25, 2008 "domini canes" (in Rom) 5 aus 6 fanden die folgende Rezension hilfreich
Wohl eines der besten Filme die ich je gesehen habe. Das Bild ist absolut klar ebenso die Tonqualität. Die Story regt wirklich zum Mitdenken an was bei den meisten Aktionfilmen nicht gerade vorraussetzung ist. Der Film vermag absolut zu fesseln, selbst nach dem x mal schauen! Ich kann gar nicht verstehen warum der Film an den Kinokassen geflopt ist? Ich kann nur hoffen das davon auch noch eine Blu Ray Fassung kommt (in deutsch), die englische ist ja schon angekündigt. Fazit absolut empfehlenswerter Film über die (verhängnisvolle Menschliche Natur und der Verantwortung der Menschen).
Düsteres Utopia fasziniert nicht nur Matrix-Liebhaber Juli 27, 2008 Imperatorin (NRW) 8 aus 10 fanden die folgende Rezension hilfreich
Zugegeben, der Vergleich liegt schon nahe. Ich hatte mir vor einigen Jahren diesen Film auf Empfehlung eines Mitarbeiters in der Videothek ausgeliehen. "Wenn du Matrix magst, wirst du diesen Film auch mögen!" Hm, hatte ich zuvor schon mal gehört. Von Bekannten. Und auch gelesen. In einigen Foren im Internet. Okay, kann man ja nichts falsch machen dachte ich - und lag damit goldrichtig! Dieser Film ist irgendwo schon ähnlich Matrix, aber dann irgendwie doch nicht. Dunkle Ledermäntel, wilde Kampftechniken, düstere Umgebung und Pistolengeballer erinnern an den Kassenschlager mit Keanu Reeves. Mehr allerdings nicht. Die Story dahinter hat mehr zu bieten als Matrix. Die Welt kommt in der Zukunft gerade aus großen Kriegen, in denen sie sich fast selbst ausgerottet hätte. Um dies zu verhindern, ergreift man sich die Macht, entwickelt einen totalitären Staat, in dem jegliche Gefühle verboten sind. Gefühle wie etwa Wut und Hass - um weitere Kriege zu vermeiden. Jedoch auch Gefühle wie Liebe oder etwa Empfindungen für das Schöne, Ästhetische wie Sonnenaufgänge oder duftendes Parfum. Das ist der Preis für das oberflächlich harmonische, friedliche Leben. Möglich gemacht wird dies alles durch ein entwickeltes Mittel, das jeder Bürger täglich zu sich nehmen muss, um Emotionen zu unterdrücken. Einige wenige Aufständische wehren sich dagegen; als Gegenpol gibt es Krieger, die die geheimen Untergrundorganisationen aufspüren und vernichten und jegliches Hab und Gut, was an frühere Zeiten erinnert (Bilder, Bücher, Platten etc.) zerstört. Einer dieser "Krieger" (Kleriker werden diese im Film genannt) ist John Preston, gespielt von einem überragenden Christian Bale, der in diesem Film womöglich seinen glanzvollsten Höhepunkt erlebt. Wer Bale und seine Filme verfolgt, weiß, dass er einer der besten Jungschauspieler der Neuzeit ist. So jedenfalls meine Meinung. Seine Rolle des gefühlskalten Klerikers, der durch das Absetzen seiner Dosis plötzlich fähig ist, Gefühle zu empfinden und dies vertuschen muss, um nicht selbst getötet zu werden, ist eine Meisterleistung. Von der Ausdruckslosigkeit zum warmherzigen Familienvater, der einst seine eigene (fühlende) Frau verriet und in den Tod schickte und nun beim Anblick eines Hundewelpens schwach wird, verkörpert er diese Rolle brillant. Auch in Ledermantel und im Umgang mit Fäusten und Schwertern macht er gute Figur. Wer auf gute Action steht kommt ebenfalls nicht zu kurz: gemetzelt wird auch ordentlich, zuweilen mit einigem Blut und rollenden Köpfen. Brutal ist der Film stellenweise schon, nimmt aber - wer hätte es gedacht - dann doch noch eine gute Wendung. Als Science-Fiction-Film habe ich diesen Film weniger gesehen, wenngleich er ständig in dieses Genre eingeordnet wird. Das Einzige, was auf "Fiction" hinweist, ist, dass der Film in naher Zukunft spielt. Auf weitere Sci-Fi Elemente wird mehr oder weniger verzichtet, wenngleich der Film in einer düsteren, animierten Welt spielt. Ich persönlich finde, dass er jedoch auch gut in unsere heutige Zeit passt. Der Film brilliert mit einer Mischung aus Actionschießerei, verschiedenen Kampfstilen á la Matrix, sozialkritischem Hintergrund (Unterdrückung der Gefühle zur Vermeidung von Kriegen) und düsterem Schauplatz. In Matrix ging es um den Kampf gegen die Maschinen; hier geht es um den Kampf gegen die Menschheit, gegen sich selbst, gegen seine Emotionen. Nach wie vor ist und bleibt Equilibrium mein absoluter Lieblingsfilm. Die spannende Mischung aus Story und Bild sowie einem fantastisch schauspielernden Christian Bale macht es!
Tolle Umsetzung Juli 16, 2008 Paul Leitner (Großharras) 12 aus 13 fanden die folgende Rezension hilfreich
Equilibrium ist wirklich gelungen. Die Story wirkt anfangs zwar etwas seicht, allerdings nach einigen Minuten erkennt man allerdings die Tiefe des Films. Auch die Umsetzung ist spitze. Die Kampfszenen (vor allem die allererste) wurden toll inszeniert und glänzen durch Lichtwechsel und Schnelligkeit. Ein wirklich überragender Christian Bale, der glaubhaft darstellt, dass er seine Gefühle tatsächlich zum ersten Mal empfindet! Kurz zur Story: Die Menschen werden durch ein Medikament dazu gebracht keinerlei Gefühle zu empfinden, da man dies als Auslöser für alle Kriege sah. Doch es existieren einige Rebellen, die ihre Medikamente absetzen zu beginnen. Für solche Rebellen gibt es allerdings eine Spezialeinheit, die diese als Gefühlstäter überführt. John Preston (Christian Bale), der selbst als Agent in dieser Spezialeinheit tätig ist, wird allerdings auch zu einem Gefühlstäter nachdem auch sein Kollege und seine Frau als solche überführt wurden...
Unterschätzter ,außergewöhnlicher Sci-Fi-Film Juli 7, 2008 KölnerFilmfan (Köln) 13 aus 15 fanden die folgende Rezension hilfreich
Die Zukunftsvision erinnert an Orwell, das Setting ist künstlerisch und bedrückend, Christian Bales wie gemeißeltes Gesicht passt hervorragend zur Rolle. Die philosophischen Fragen bleiben etwas am Rande und manchmal sind mir die Kampfszenen zu lang, aber insgesamt ist das ein sehr sehenswerter, ungewöhnlicher Film, den man sich immer wieder ansehen kann. Eine künstlerische Glanzleistung von Christian Bale, wie er zu Beginn als emotionsloser Kampfroboter wortwörtlich über Leichen geht und dann mehr und mehr die Emotionen zurückkehren, deren ganze Spannbreite er zeigt, bis entsetzlicher Schmerz aus ihm herausbricht. Nicht zu vergessen auch die wunderschöne und unbeugsame Emily Watson,die ihm eine würdige Gegnerin ist.
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